Ich habe rausgefunden, dass auch Sara gewisse Momente hatte, wo sie dachte, hey ich glaub da mach ich doch nicht mit. Wie gut zu hören😅 nicht alleine zu sein mit diesen gewissen Zweifeln. Auch
ich war zwischenzeitlich nachdenklich mit meinem "out" wegen den beiden Knie zwischen Weihnacht / Neujahr und ich war "sogar" 1 Woche gar nicht laufen. Genau in diesen Augenblicken macht man sich
die grössten Sorgen wie: Krieg ich das so hin, bin ich dann fit genug, überfordere ich mich nicht, ist das wirklich gut für meinen Körper, wieso mache ich das ganz genau etc. etc... Ja mir wurde
bewusst, dass ich letztes Jahr keine lauffreie Woche hatte. Würde ich als Coach nicht empfehlen und was tut man selber? Ja man ist halt so drin und mit der Zeit ist es fast komisch, einmal eine
Woche nicht laufen zu gehen. Mir tut es einfach gut, es klärt mich mental und ich merke wie ich viel ausgeglichener bin wenn ich Bewegung habe - habe ich zu wenig davon, kann meine Familie ein
Lied davon singen🤣. So lässt mich mein Mann, meinem Hobby nachgehen, wofür ich sehr dankbar bin❤️ und er dafür eine "meist" ausbalancierte Frau zu Hause hat. So zusagen eine WIN - WIN Situation.
Happy Wife - Happy Life - hat was🤭 Als Ehefrau eines Landwirtes, Hausfrau, Mutter und Selbstständige ist es einfach ein perfekter Ausgleich, vor allem seit ich pulsorientierter unterwegs bin. Es
ist meine Me-Time, ich bin an der frischen Luft und ich mache etwas Gutes für meine Gesundheit und die Ausdauer.
Dem war allerdings nicht immer so. Ich war vor ein paar Jahren derart am Anschlag, dass ich gar nicht mehr Joggen ging und ich noch viel unzufriedener war, jetzt auch noch das Gefühl zu haben
"ich kann nicht einmal mehr joggen*. Deshalb bedurfte es einem geduldigen Wiederaufbau meiner Grundlagenausdauer, ein achtsames Hören auf die Zeichen des Körpers und ein Erlernen des wieder
freudigen Laufens, ohne Druck, Zwang und Pacestress.
Aber zurück zu meiner lauffreien Woche - ich war viel spazieren, dafür etwas zügiger bergauf und schweifte gedanklich schon ein bisschen in Richtung Marathon-Vorbereitung. Und da kam sie wieder - die Angst - das Kribbeln - aber weisst du was ich gelernt habe im letzten Jahr. Hast du ein Ziel das kribbelt - ist es ein Wahres. Kribbelts nicht, kannst du's gleich sein lassen.
Ein echtes Ziel fühlt man, bevor man es erreicht⭐
Gerade als Kursleiterin, darf ich sehr gut auf mein Energielevel achten. An den beiden Tagen an dem ich Kurse leite, gehe ich nicht joggen. Und da ich es liebe jeweils in den frühen Morgenstunden laufen zu gehen - und ich nebenbei Einzellektionen anbiete, Intro's für Frischekosmetik, Klangentspannung und Yin Yoga - bleiben dann auch nicht mehr viel "Mörgen" übrig und die nutze ich eigentlich meistens um auch im Winter mind. 1 x laufen zu gehen. Jetzt oft mit unserem Hund Roxy. Perfekt für ein Intervall Training Laufen und Joggen auf den doch eisigen Wegen momentan. Das Motto - Hauptsache in Bewegung bleiben. Das ist momentan das Wichtigste. Die noch nicht verplante Zeit jetzt mit fixen Trainings, noch ein bisschen flexibler gestalten - das geniessen wir jetzt noch in vollen Zügen.
Na gut, wie du vielleicht schon rausspürst, die grösste Challenge für mich, sind die 14 Wochen Vorbereitung in diesen vollgepackten Alltag zu kriegen. Aber genau dort liegt der Schlüssel - in der Planung. Wenn geplant und alles organisiert, merke ich einfach wie gut es mir tut regelmässig an der frischen Luft zu sein, etwas Gutes für meine Ausdauer zu machen, regelmässig ins Krafttraining gehen und wie toll habe ich die Coreübungen bereits in meinen Lektionen integriert - perfekt, also "check" etwas weniger. Die Vorbereitung ist meiner Meinung nach das A und O - und für die Regeneration darf auch noch genug Zeit übrig sein - weil die ist sehr sehr wichtig um Überbelastungen vorzubeugen.
Unterwegs auf den Üetliberg
Wir haben uns den Üetliberg ausgelesen - ziemlich in der Mitte von uns Beiden. Früher viel dort gewesen, war es jetzt doch länger her und ich stellte fest, wie ich fast ein bisschen nach Hause
kam. Mein Grossmutter lebte ihr ganzes Leben lang in der Stadt. "Jaaa nicht auf's Land - wie kann man nur so wohnen", sagte sie manchmal fast ein bisschen herablassend, jedoch liebevoll besorgt
gemeint. Typisch "Zürcher" könnte man jetzt sagen. Wenn ich ehrlich bin, auch wenn es viele Vorurteile gibt, es hat wirklich auch schöne Flecken zum leben, wunderschöne Naherholungsgebiete,
wie eben der Üetliberg. Und es gibt auch Nette💙🤍😉.
Wir sind zügig hochgelaufen und kamen bei der einen oder anderen Steigung doch ins Schwitzen. Schnell kommen Gedanken wie: So geht's dort rauf aber noch Mal 10. Und vorher sind wir dann aber
schon ca. 23 Km unterwegs. Wir haben geplaudert über die Trainingsplanung, gemeinsame Zielüberquerung, Hotel, über Erfahrungen von Menschen, die den Lauf bereits absolviert haben, über
deren Tipps und haben uns so ganz grob einen Plan zurecht geschustert. Oben dann angekommen - haben wir uns entschieden.
Wir versuchen uns anzumelden. Wenn wir dann einen Platz erwischen. Es sind 4000 Plätze zur Verfügung und am besagten Tag um 08.00 Uhr startet der Verkauf. Wir versuchen beim ersten Verkaufsdatum, die Frühbucher Startgebühr zu erwischen. Eigentlich schon krank, dass man noch Geld bezahlt für Strapazen😂Aber der Jungfrau-Marathon ist preislich eigentlich noch human.
Es bleibt also interessant - die Gefühle Achterbahn. Wenn's nicht klappt, enttäuscht, aber jänu dann soll's dieses Jahr "noch" nicht sein. Wenn's klappt dann volle Kraft mit dem Fokus "Zielline überqueren" voraus und noch mehr Herzflattern💓.
